Fitness: Vorteile von funktionellem Training
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Vorteile von funktionellem Training
Worum es geht:
Die 7 größten Vorteile von funktionellem Training:
- Weniger Zeit, große Ergebnisse
- Gute Haltung und ein starker Rücken
- Schnelligkeit und Kraft
- Prähabilitation
- Effiziente Fettverbrennung
- Freude am Sport
- In Form bleiben – verstehen, wie der eigene Körper funktioniert
Ob CrossFit, Freeletics, Calisthenics oder eine der vielen anderen verfügbaren Disziplinen und Marken: Funktionelles Training ist seit Jahren der absolute Trend auf dem Fitnessmarkt, und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Übersicht erklärt genau, warum das so ist, was funktionelles Training eigentlich bedeutet und welche Vorteile es bietet.
Funktionelles Training einfach erklärt
Funktionelles Training (oder Functional Fitness) ist ein relativ breiter Begriff. Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, den beliebten Ansatz vieler Fitnesseinrichtungen zu beschreiben, die ihre Übungen in der einen oder anderen Form funktioneller gestaltet haben. Sie alle verbindet die Idee, Bewegung anzubieten, die auch außerhalb des eigentlichen Workouts einen Nutzen oder Mehrwert bietet.
Im Gegensatz zu isoliertem Krafttraining, gezieltem Ausdauertraining an einem bestimmten Gerät oder stabilisierenden Reha-Übungen beansprucht funktionelles Fitness-Training mehrere Muskelgruppen und Körperbereiche gleichzeitig und oft im Zusammenspiel.
Viele funktionelle Übungen sind daher eng mit klassischen Übungen verwandt und erweitern diese um verschiedene Aspekte, die für mehr Komplexität sorgen. Besonders bei Sportlern ist funktionelles Training sehr beliebt. Ein Fußballspieler beispielsweise, der einen härteren Schuss erzielen möchte, hat keinen direkten Nutzen davon, mehr Gewicht auf der Beinpresse zu bewegen. Ein Schuss erfordert ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen, Koordination und Balance. Ein kräftigerer Oberschenkel allein reicht hier nicht aus; funktionelle Übungen kombinieren daher immer Bewegungsabläufe und optimieren so die sportliche Leistungsfähigkeit sowie die alltägliche Gesundheit.
Die Ergebnisse, die Sie mit funktioneller Fitness erzielen, sind nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar. Sie bekommen nicht nur eine breitere Brust, sondern mehr Druckkraft.
Das Fundament dafür bildet die Rumpfmuskulatur (Core). Die Grundkraft für fast alle natürlichen Bewegungen kommt aus dem Oberkörper. Ob ein harter Torschuss, ein Sprung beim Bouldern oder ein Schlag beim Boxen: Erst durch das Einbeziehen des Körperschwerpunkts und der Kraft aus der Mitte lassen sich diese Bewegungen gezielt koordinieren und optimieren.
Funktionelles Training ist als solches nicht unbedingt neu; diese Trainingsform ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Sportbereichs. Seine modernen Ursprünge liegen vor allem in der Reha-Therapie, wo gezieltes funktionelles Training eingesetzt wird, um den Körper vor Fehlbelastungen zu schützen.
Aber auch klassische Schulsport-Übungen können funktionell sein. Liegestütze sind ein gutes Beispiel für eine einfache, funktionelle Übung. Hier werden nicht nur Trizeps, Brust- und Schultermuskulatur beansprucht, sondern auch der Rumpf muss seine Stabilität halten, um eine korrekte Ausführung zu gewährleisten.
Funktionelle Übungen zeichnen sich oft durch mehr Dynamik und Bewegung sowie die Kombination von Bewegungsabläufen aus. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Squat Jump (Kniebeugen-Sprung), der aus der Kniebeuge heraus zu einem Sprung aus der Wadenmuskulatur führt, während das tiefe Landen den Quadriceps besonders stark beansprucht. Das macht die Übung nicht nur anspruchsvoller, sondern auch dynamischer und spricht eine Kombination verschiedener Muskeln an, wie sie etwa beim Handball, Kampfsport oder Parkour-Training benötigt werden.
1. Weniger Zeit, große Ergebnisse
Selbst wenn Sie kein Profisportler sind, können Sie durch funktionelles Training schnelle Ergebnisse erzielen; das „Geheimnis“ liegt in seiner Effizienz. Anstatt stundenlang auf dem Stepper zu verbringen, geben Sie für nur wenige Minuten alles.
Da funktionelle Übungen meist mehrere Muskelgruppen gleichzeitig ansprechen, haben Sie weniger Standzeiten und können Übungen miteinander kombinieren. Selbst mit nur zehn Minuten pro Tag können Sie ein intensives Programm zusammenstellen, mit dem Sie schnelle Erfolge sehen. Natürlich ist das körperlich anstrengend, und natürlich werden Sie innerhalb von Minuten an Ihre körperlichen Grenzen stoßen – aber Sie erreichen in kürzerer Zeit deutlich mehr.
Flexibilität und Balance – Beim klassischen Gerätetraining im Fitnessstudio werden die Muskeln isoliert, da die Maschine die Körperbewegungen vorgegeben führt. Das stellt sicher, dass Sie nur die Muskeln beanspruchen, die Sie gezielt stärken möchten. Das entspricht jedoch nicht den Anforderungen, denen unser Körper außerhalb des Fitnessstudios ausgesetzt ist. Vom Sprung über eine Pfütze bis hin zum Heben einer Getränkekiste sind bei jeder Interaktion immer mehrere Muskelgruppen beteiligt.
Dies erfordert Flexibilität und Balance – und genau auf diese wesentlichen Aspekte konzentriert sich das funktionelle Training. Es gibt keine Maschinen, die Sie unterstützen. Sie trainieren vielleicht mit Ihrem eigenen Körpergewicht, freien Gewichten, Kettlebells, Battle Ropes, Medizinbällen oder Fitnessbändern – aber Ihr Körper muss die Arbeit stets selbst leisten.
Dieses zusätzliche Ganzkörpertraining macht Sie nicht nur stärkend bereit für jede sportliche Herausforderung und den Alltag, sondern auch widerstandsfähiger gegen Verletzungen.
2. Gute Haltung und ein starker Rücken
Ihr Rumpf besteht aus einem komplexen Muskelnetzwerk im Bereich von Taille, Bauch und unterem Rücken. Es ist extrem wichtig, diese Muskeln zu trainieren, da sie im modernen Alltag allzu oft vernachlässigt werden. Langes Sitzen, ungesunde Arbeitshaltungen und orthopädische Beschwerden führen nur zu oft zu Rückenschmerzen und dauerhaften Beschwerden.
Eine starke Rumpfmuskulatur kann solchen Phänomenen vorbeugen und sorgt ganz nebenbei für eine bessere Körperhaltung. Und eine verbesserte Haltung sorgt dafür, dass Ihre gestärkte Muskulatur voll zur Geltung kommt.
3. Schnelligkeit und Kraft
Mehr Kraft und Schnelligkeit sind für jede Sportart von Vorteil, und funktionelle Fitness ist einer der besten Wege, beides zu erlangen. Im Gegensatz zur Brustpresse trainiert funktionelles Training Ihren Körper auf sportliche Leistungsfähigkeit und fordert gleichzeitig Ihr Herz-Kreislauf-System.
Infolgedessen gewinnen Sie nicht nur mehr Kraft in einzelnen Muskelgruppen, sondern können auch schneller laufen, härter schlagen und höher springen.
Das macht funktionelle Fitness zur idealen Ergänzung für andere Sportarten. Aber selbst wenn Sie sich ausschließlich auf funktionelle Übungen beschränken, werden Sie schnell merken, dass Sie sich im Alltag besser bewegen und fühlen.
4. Prähabilitation
In seinen Ursprüngen ist das moderne funktionelle Training eng mit der Bewegungstherapie und Reha verbunden. Sie können von den dynamischen und anspruchsvollen Übungen jedoch auch profitieren, wenn Sie keine Verletzung auskurieren müssen. Anstatt Schäden zu reparieren, können Sie sich auf die Vorbeugung konzentrieren – dies nennt man Prähabilitation oder Prähab.
Ihre Muskeln und Gelenke werden belastbarer, und Ihr verbessertes Körpergefühl hilft Ihnen zudem dabei, Zusammenstöße und Stürze besser abzufangen.
5. Effiziente Fettverbrennung
Abnehmen ist (theoretisch) ganz einfach: Sie müssen mehr Kalorien verbrennen, als Sie zu sich nehmen. Diesen Zustand nennt man Kaloriendefizit. Lange Zeit galt die Devise, möglichst viel Ausdauersport in langen Einheiten zu treiben, um eine erhebliche Menge an Kalorien zu verbrennen.
Funktionelles Training ist jedoch eine weit bessere Methode, da Sie in kurzen Workouts effizient Muskeln aufbauen. Dies erhöht Ihren Grundumsatz und verbrennt selbst dann mehr Kalorien, wenn Sie schlafen oder auf dem Sofa sitzen.
6. Freude am Sport
Wenn Körper und Geist die perfekte Synergie gefunden haben, können Sie echte Freude am funktionellen Training entwickeln. Denn jede Form des funktionellen Trainings enthält spielerische Elemente, die jede Einheit zu einem einzigartigen Erlebnis machen.
Den Körper in Bewegung zu halten, seine Grenzen zu verschieben oder einfach einen Medizinball so fest wie möglich auf den Boden zu werfen, macht einfach Spaß. Selbst wenn Fitness-Training sonst nicht Ihre Sache ist, weil Ihnen das Zählen von Wiederholungen im Fitnessstudio zu monoton ist, sollten Sie funktionelles Training unbedingt ausprobieren.
Die dynamischen Bewegungen, das hohe Tempo und die Abwechslung der Übungen sind ideal für alle, die sich sonst schwer aufraffen können.
7. In Form bleiben – verstehen, wie der eigene Körper funktioniert
Beim funktionellen Training arbeiten Sie weniger an isolierten Muskelgruppen, sondern betrachten Ihren gesamten Körper als eine Einheit. Bewegungsabläufe funktionieren nur, wenn Muskeln und Gelenke zusammenarbeiten, die Kraft kommt aus der Körpermitte, und Balance sowie Beweglichkeit sind genauso wichtig wie reine Muskelkraft – das sind die Prinzipien, auf denen funktionelle Übungen aufbauen.
Egal ob im Fitnessstudio oder in einer CrossFit-Box, als Teil einer Trainingsgruppe im Park oder zu Hause mit einer Kettlebell: Funktionelle Fitness bringt Bewegung in den Alltag und zeigt, dass Krafttraining und Dynamik Hand in Hand gehen.